Samstagsklettern
24.10.2020 09:00 - 12:00


Kategorie: Klettern
Berichte > Großvenediger

Großvenediger

 

Nach der Wildspitze stand 2015 ein weiterer großer österreichischer Gipfel auf unserem Programm - der Großvenediger. Eine 6-er Seilschaft mit Teilnehmern aus Langenlois und Haag machten sich daher bereits am 13. August auf den Weg. Eigentlich war der 15. August als Gipfeltag geplant - doch der Wetterbericht verhieß nichts Gutes. Aus diesem Grund am Donnerstag um Punkt 12 Uhr von der Arbeit weg und ab ins Auto - wir wollten schließlich noch das Defreggerhaus erreichen. Gegen 9 Uhr - knapp vor Einbruch der Dunkelheit - hatten wir nach einem problemlosen Anstieg von der Johannishütte aus unser Tagesziel erreicht. 

Am Freitag erwartete und dann ein wirklich perfekter Tag. Strahlender Sonnenschein und tolle Fernsicht. Gemütlich stiegen wir vom Defreggerhaus hoch in Richtung Mullwitzaderl. Steigeisen angelegt und ins Seil eingebunden ging es dann über das innere Mullwitzkees, vorbei an mächtigen Gletscherspalten hinauf - immer den Gipfel vor Augen. Zügig gewannen wir an Höhe. Zwischen Hohen Aderl und Rainertörl hindurch erreichten wir dann den letzten Anstieg zum Gipfel und denn Gipfelgrat. Dieser Firngrat war eigentlich gut zu begehen nur die letzten 7 m waren nur mehr Blankeis und dementsprechend ein wenig heikel zu begehen. Glücklich am Gipfel haben uns dann aber die Wolken, die sich schon im Westen angekündigt hatten, eingeholt. Wir sind daher nicht lange am Gipfel geblieben, haben aber dann im Zuge des Abstieges einen Abstecher auf das Hohe Aderl gemacht - unser zweiter Dreitausender an diesem Tag. 

Einigermaßen erschöpft waren dann alle beim Defreggerhaus. Wir haben dann, wie geplant nochmals am Defregerhaus genächtigt. Für die Abstieg hatten wir uns alle schon auf Regenschauer eingestellt, doch die Schlechtwetterfront ist während der Nachststunden vorbeigezogen, sodass wir für den Absteig ins Tal wieder bestes Wanderwetter hatten - Glück gehabt.